DEVILS DINER 2004

Bandmitglieder: Flo (Bass), Björn (Gesang), Frank (Gitarre)

Bandraumalbum des Jahres: Exodus – Tempo Of The Damned

Bandgründungsdatum: Freitag, der 13.02.2004

Bandname: SAD

Entstandene Songs: Fear

Am Anfang war das Licht am Ende des Tunnels. Denn was für die Meisten eigentlich das Ende bedeutet war für Devils Diner erst der Anfang.

Trotzdem war das Licht doch ein Bote vom Ende: Das Tageslicht am Ende einer durchzechten Nacht in der Ingolstädter Bar „After Dark“. Damit lässt sich zusammenfassen, dass der Anfang von Devils Diner das Ende der Party war, was sich bis heute nicht geändert hat.

In besagter Nacht des Jahres 2004 kamen die Freunde Florian und Frank über einige alkoholhaltige Getränke und einer Kassette (!!!) der Band Slayer auf das Thema Bandgründung zu sprechen. Da man sich bereits seit der Schule kannte, entschieden sich die beiden, JETZT eine Band zu gründen. Praktischerweise spielte Frank bereits in der Lokalband „Slaughter Command“, die damals noch „Legion“ hießen, Gitarre. So konnte man sich die Suche nach einem geeigneten Proberaum auch gleich sparen.

Dieser „Proberaum“ war ein winziges, heruntergekommenes Bahnwärterhäuschen im Nachbardorf Seehof. Hier hatte sich allerdings ein Schwarm Fliegen breit gemacht, die Kumpel Tobi unter Einsatz von chemischen Waffen heroisch besiegte. Siegestrunken bemerkte er aber zu spät, dass er die Fliegensprays vielleicht doch eher von innen nach außen hätte anwenden sollen. Da Tobi aber Tobi und eben keine Fliege ist, überlebte er die paar Atemzüge Insektizid relativ unbeschadet (glauben wir zumindest).

In weiser Voraussicht hatte Flo sich von seinen Ersparnissen bereits einen Bass mit passendem Verstärker besorgt, während Frank sich direkt am vorhandenen Equipment bedienen konnte.

Zwei Wochen nach der eingangs erwähnten Nacht war der Moment endlich gekommen: am Freitag, den 13. Februar 2004 wurde die Band offiziell mit ihrer ersten Probe gegründet! Der gewählte Name: SAD. Warum weiß heute keiner mehr. Die beliebtesten Theorien:

  1. Um die Traurigkeit der Welt zu verdeutlichen
  2. Die Trauer über das fehlende Talent
  3. Als Abkürzung für „Scheiße Am Dampfen“ (Kein Witz!)

Mit Björn, einem langjährigen Saufkumpan aus der Stammdisko Take Off, war schon bald ein passender Sänger gefunden, der mit seinem Growlen perfekt zum angestrebten Sound passte. In Ermangelung eines Drummers spielte Björn in manchen Proben zusätzlich noch Schlagzeug.

In der ersten Zeit jammte die Band hauptsächlich, um ein akzeptables Niveau auf den angestrebten Instrumenten zu erreichen. Als Starthilfe musste hier ein Peter Bursch-Buch herhalten.

Wenn gerade nicht geprobt wurde, verbrachte die Band ihre Zeit hauptsächlich mit dem Hören und Besprechen aktueller und klassischer Alben und… Biertrinken (…der eine oder andere Schnaps könnte auch dabei gewesen sein).

Bei den zahlreichen Proberaumparties entstand neben dem Saufspiel „Alcoholic Death Game“ auch das erste Lied „Fear“.

Die erste in der langen Reihe größerer und kleinerer Krisen in der Bandgeschichte ließ aber nicht lange auf sich warten: Das Bahnwärterhäuschen wurde verkauft, die Band auf die Strasse gesetzt.

Doch die Stadt Ingolstadt bot der Band gnädigerweise einen Kellerraum in der Nähe des Baggersees an, der allerdings noch immer vom Hochwasser 1999 verwüstet war. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass außer SAD/Devils Diner alle anderen Bands das Angebot ausschlugen. Der einzige, der damals mutig genug war, den Mietvertrag zu unterschreiben, war niemand anderes als der wackere Fliegenschlächter Tobi.

Für die dringend benötigten Renovierungsarbeiten wurde kurzerhand der Wettstettener-Ingolstädter-Buxheimer Saufclub (kurz WIBS) rekrutiert, um das Gewölbe mit vereinten Kräften auszumisten und neu einzurichten. Eine tragende Rolle spielten hierbei Rehm und seine Familie, die unter anderem eine sehr ansehnliche orangene Theke (die gibt’s immer noch!) für das neue Zuhause der Band zusammen zimmerten. Neben dem Bandbereich entstand somit auch eine große Sitzfläche und eine Art Bar mit Kneipenfeeling.

Ob es an der Bar oder dem Mangel an Proberäumen lag weiß man nicht, aber in kürzester Zeit zogen zwei weitere Bands in den Kellerraum im Baggerweg: Slaughter Command und Rehms zu diesem Zeitpunkt noch namenlose Zweitband. Im so neu geschaffenen Treffpunkt für Freunde und Bands gab es jetzt nur noch ein Problem: Das Hochwasser hatte den Raum für alle Ewigkeit mit einer viel zu hohen Luftfeuchtigkeit geschlagen. Doch auch diese Hürde konnte unter Einsatz modernster Technik genommen werden. Der liebevoll „R2D2“ getaufte Luftentfeuchter, und sein Nachkomme „R2D2“ (nach seinem Vater benannt, manchmal auch „R2D2 jun.“) geben bis heute alles, um den Regenwald aus dem Proberaum fern zu halten.

Und damit enden unsere Erinnerungen zum ersten Jahr in der Geschichte von Devils Diner.

Aus dem Fotoalbum 2004: Frank, 2 Saufkumpanen und Flo mit 4 B52’s

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Aus dem Fotoalbum 2004: Der Bandraum mit Tarnnetz und Flaggen

2004 2

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