DEVILS DINER 2011

Bandmitglieder: Frank (Gitarre), Ray (Schlagzeug), Steve (Gesang), Walter (Bass)

Bandraumalbum des Jahres: Five Finger Death Punch – American Capitalist

Entstandene Songs: Worst Case Killer

Das Jahr 2011 war für die Band gefühlt eher geruhsam, retrospektiv aber durchaus bedeutend.

Man verbrachte sehr viel Zeit mit gemeinsamem Feiern und Zocken, was vor allem durch Walter’s PlayStation 3 / Beamer-Kombo ermöglicht wurde. Das zu diesem Zeitpunkt aktuelle Mortal Kombat hatte es uns allen ganz besonders angetan und inspirierte mich (Steve) sogar zu einem Song.

Doch davon später zumindest ein klein wenig mehr.

Zu Beginn des Jahres wurde der Baggerweg Boys-Song „Hartz4“ als Titellied für den Independentfilm „Feierabendbierchen“ der ingolstädter FriesForkFilm auserwählt. Wer die anderen Einträge gelesen hat, der weiß, dass sich hinter den BBoys auch wieder wir verbergen. Passender konnte der Titeltrack auch nicht gewählt werden, behandelt der Kurzfilm doch den bekannten Jürgen von der Lippe-Sketch „Die 5 Stufen des Alkoholgenusses“ auf amüsante Art und Weise.
Uraufgeführt wurde der Film in der Sansibar und im Anschluss in der Disko Take Off (heutiges Buddha) und fand viel Beifall beim Publikum. Beflügelt von diesem Erfolg wurden sofort von Frank und den Filmschaffenden diverse andere Projekte ersonnen, darunter Perlen wie „Kostümierte Helden“ und „Das Model und der Frank“ (die uns LEIDER erspart blieben. Frank, steck das Messer weg!). Unser Saitenquäler Nummer 1 machte sich sogar daran, einige Grobversionen von Songs für diese Kurzfilme zu schreiben.
Wie aber so oft kamen allen Beteiligten das Leben und die Zeit dazwischen, weswegen von all diesen Ideen genau keine umgesetzt wurde.

Im Sommer, genauer gesagt im Juli, begründete die Band eine weitere ihrer vielen Traditionen: Die Teilnahme an der Konzertreihe „Musikszene“ im Ingolstädter Ohrakel! Bei dieser Institution der regionalen Musikkultur war Devils Diner bis zum Schluss ein fester Bestandteil und wäre es auch heute noch, wäre das Ohrakel nicht zu Gunsten der neuen Halle 9 abgerissen worden. Zudem spielte man noch einige weitere Auftritte im Sommer 2011, unter anderem auch auf dem Konzert „Metal Massacre“ in Ingolstadt und als Vorband von COR im Musiklokal Paradox.

Nach mehrmaligem Anhören des eigenen Demos von „Welcome to the DDC“, kamen alle Bandmitglieder zu dem Schluss, dass die Qualität nicht den eigenen Ansprüchen genügte und daher auf den Besuch eines professionellen Studios hin gespart werden musste. Da aber zwei Studenten, ein Azubi und ein frisch ausgelernter Handwerker nicht mal schnell die angepeilten (und erstaunlich richtigen und trotzdem nicht ausreichenden) 5000€ aus dem Ärmel schütteln konnten, wurden die Proberaum-Mietbeiträge für die Devils Diner Bandmitglieder erhöht, um einen Teil davon wegsparen zu können, in der Hoffnung, irgendwann mal von den übrig gebliebenen Moneten die Aufnahme finanzieren zu können.

Eine weitere Hürde in diesem Bestreben waren sowohl die verfügbare Ausstattung und die bis dato doch sehr amateurhafte Herangehensweise der Band:

Um sich unnötigen Ärger im Studio (und damit viel Geld) zu sparen, mussten alle Songs auf „Klick“, also eine feste Geschwindigkeit umgeschrieben werden. Dabei mussten wir alle erst mal lernen, dass das Schlagzeug den Takt vorgibt und nicht die Gitarre. Ray musste sich extra hierfür ein Metronom und passende Kopfhörer zulegen und sich am härtesten von uns allen umgewöhnen.

Dass er bis heute von dem ewigen „PIEP piep piep piep PIEP piep piep…“ nicht wahnsinnig geworden ist und immer noch keinen Tinnitus hat, ist eigentlich ein medizinisches Wunder.

Aber nicht nur Ray musste neue Ausrüstung ordern. Auch Frank merkte, dass der altersschwache Marshall 50W Amp/Box-Kombo mit kaputtem Lautsprecher zwar „Metal as Fuck“ war, der Sound aber die Ohren beleidigte. So zog er denn von dannen und eroberte einen Palmer 100W Amp mit Harley Benton 4x12er Box, die in Kombination schon ganz andere Töne spuckten. Walter war mit seinem bisherigen Equipment als Einziger noch ganz gut bedient und ich als Sänger musste mir nur ein neues, eigenes Mikro anschaffen.

Wer sich schon mal mit 5 anderen Leuten ein Mikrofon teilen musste, dem muss ich nicht erzählen, warum.

Nachdem der Rahmen der Bedingungen für eine Albumaufnahme abgesteckt war, belohnte man sich mit einer Feier in München. Dort war zufällig Captain Morgan Abend, was der Band (besonders Frank) ganz recht war und man feierte zusammen bis in die frühen Morgenstunden.

Im Dezember gab es dann eine Fortsetzung der eigenen Konzertreihe „The Wicked Four“ wo man diesmal allerdings auf den Auftritt der Baggerweg Boys  verzichtete und stattdessen 3 andere lokale Acts einlud, mit denen man sich die Bühne teilte.

Wann wir noch die Zeit hatten, nebenher Worst Case Killer und den eingangs erwähnten, von Mortal Kombat inspirierten Doomsinger zu schreiben weiß ich auch nicht, wobei letzterer ja auch erst im darauffolgenden Jahr wirklich fertig wurde. Vielleicht fällt es mir bis zum nächsten Blogeintrag ja wieder ein 😉

Aus dem Fotoalbum 2011: Devils Diner Live Musikszene Ohrakel

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Aus dem Fotoalum 2011: Zettel

zettel2011

Aus dem Fotoalbum 2011: The Wicked Four Logo

thewickedfour2011

Aus dem Fotoalbum 2011: Setlist handmade in Germoney

setlistohrakel2011

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