DEVILS DINER 2013

Bandmitglieder: Frank (Gitarre), Ray (Schlagzeug), Steve (Gesang), Walter (Bass)

Bandraumalbum des Jahres: Saltatio Mortis – Das schwarze Einmaleins

Entstandene Songs: Spider Bite

Das Jahr 2013 stand voll und ganz im Zeichen der Aufnahmen. Wir hatten uns über ein Jahr lang auf den Studio-Besuch vorbereitet, das (viele) Geld zusammengespart und gingen so voller Elan ins Studio.

Im Januar starteten endlich die Aufnahmen, die erst im März abgeschlossen wurden. Grund für diese lange Dauer war unser aller Berufsleben: Wir konnten immer nur am Wochenende aufnehmen, da unter der Woche einfach keine Zeit übrig blieb.
Aufgenommen wurden in dieser Zeit 10 Songs, da wir uns ein komplettes Album vorgenommen hatten. Nachdem die Aufnahmen an sich beendet waren stand erst mal „Abwarten und Bier trinken“ an, bis die ersten Mixe bei uns eintrudelten.

Bis es soweit war, vertrieb sich die Band, genauer: Frank, die Zeit (neben dem oben genannten Bier trinken) mit der Suche nach einem geeigneten Presswerk, was auch schnell gefunden wurde. Ähnlich schnell stand der Name der Platte fest: „Ruff Revolution“ sollte die Scheibe heißen.
Sehr viel mehr Zeit verschlangen Design, Coverartwork und Booklet.

Für das Cover einigten wir uns nach mehreren hitzigen Diskussionen (und vielen lustigen Strichmännchen-Skizzen) auf den von der freischaffenden Künstlerin Cola neu designten und fantastisch ausgearbeiteten Evil D.
Für das restliche Artwork schickten wir unsere Wünsche und Vorstellungen, mit Franks üblicher Akribie zusammengefasst, an mehrere mögliche Grafiker, bei denen am Ende bo2Media, ein Bekannter von Steve, das Rennen machte. So bekamen wir für unser seeehr schmales Budget nicht nur ein tolles Coverart, sondern auch gleich das komplette Booklet und später auch unsere Website. Kleine Anmerkung am Rande: Die Anforderung, die Frank an die Grafiker geschickt hat, war so genau, dass alle Anwärter mehr oder weniger das gleiche Bild geliefert haben. Nur in Farbe, Schriftarten und Bildstimmung waren noch Unterschiede. Da sag mal einer, dass wir nicht wüssten, was wir wollen 😉

Für die Bilder im Booklet (also die von uns) konnten wir den Ingolstädter Photograph Chris verpflichten, der für wenig Geld hervorragende Bilder machte. Was bei dem Motiv (uns) und der Location (dem Proberaum) schon eine echte Herausforderung war.

Wie durch ein Wunder hatten wir 2013 sogar noch Zeit und Energie, die von Frank so betitelte „Escape the Studio“-Tour zu spielen, was ein augenzwinkernd übertriebener Name für die paar Konzerte ist, die tatsächlich auf dem Plan standen. Dennoch konnte man durch die Auftritte aus dem Studioalltag ausbrechen und hatte einige wirklich granatenstarke Abende.

Als dann endlich die ersten Mixe durch den Proberaum hallten war die Ernüchterung groß. Auch mehrfache Nacharbeit der Mischabteilung brachte keine Besserung, was in der Band zu hitzigen Diskussionen (sprich: Streit) über das weitere Vorgehen und die eigenen Qualitäten führte.

Waren wir technisch zu schlecht? Hatten wir etwas falsch gemacht? Wozu die ganze Vorbereitung, wenn das Ergebnis so enttäuschte?
Um Devils Diner vor der drohenden Auflösung zu bewahren, fällte Frank (und ein klein Bisschen auch Steve) die schwere Entscheidung, bei voller Fahrt den Anker zu werfen: Der Aufnahmevertrag wurde (unter nicht zu unterschätzenden finanziellen Aufwendungen) gekündigt und das bis dahin entstandene Material zum Demo degradiert.

Hier wäre das Album erneut fast für unabsehbare Zeit in der Versenkung verschwunden, waren doch Motivation und Kontostand im Keller angekommen.

Die Stimmung war tatsächlich so schlecht, dass die Auflösung von Devils Diner offen diskutiert wurde, wussten wir doch, dass wir in einer klassik- und jazzdominierten Stadt ohne nennenswerter Auftritts- und Probemöglichkeiten wie Ingolstadt mit unserer Hardrock/Metal-Mischung von Anfang an auf der Verliererseite standen. Auch wenn die Band „nur“ ein Hobby von uns ist, stecken schon sehr viel Herzblut und auch Geld in die Sache und das Musikbusiness ist ein extrem hartes Brot. Eher ein Stein oder Metallblock, um es treffender zu formulieren.

Aber inspiriert von unserem eigenen Song „Worst Case Killer“ kratzten wir unsere letzten Ersparnisse zusammen und schmiedeten einen Rettungsplan: Frank erstellte einen „Rettungsschirm“ aus seinem Privatvermögen, um einen weiteren Versuch einer guten Aufnahmen beim renommierten Ingolstädter Flatliner Studio zu unternehmen.

Hier konnten wir für November noch einen „Slot“ zur Aufnahme ergattern. Da die Geldreserven fast weg waren und Frank das Geld auch nicht aus den Ohren wächst, entschieden wir uns, für die verbliebene Knete eine 3-Track EP aufzunehmen.

Trotz allen Ärgers rissen wir uns alle nochmal ordentlich zusammen und hämmerten die drei Songs in wenigen Tagen in bis dato unbekannt guter Qualität auf Band (oder PC, wie auch immer man das dann nennt 😉 ). Die Songs klangen im ersten Entwurf schon um Welten besser, als alles, was wir bis dahin von uns selbst zu hören bekommen hatten und waren bis Dezember tatsächlich nicht mehr von großen, professionellen Produktionen zu unterscheiden (vielen Dank nochmal hierfür an den Meister hinter den Reglern: Tom!)

Die Veröffentlichung der EP in limitierter 500-Stück Auflage wurde wegen der, wie üblich, plötzlich und überraschend auftretenden Weihnachtszeit auf das Frühjahr 2014 verschoben. Doch das Wichtigste für uns war, dass wir 2013 zwar pleite, aber glücklich mit einem Happy End abschließen konnten.

Aus dem Fotoalbum 2013: Devils Diner Live Musikszene Ingolstadt Ohrakel

Unbenannt

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