DEVILS DINER 2014

Bandmitglieder: Frank (Gitarre), Ray (Schlagzeug), Steve (Gesang), Andi (Bass)
Bandraumalbum des Jahres: Slipknot – The Gray Chapter
Entstandene Songs: The Working Dead, Faceless Authority

Am 22.01.2014 war es endlich soweit: unsere erste wirklich vorzeigbare Produktion erblickte das Licht der Welt! Auf Grund der im Post zum letzten Jahr bereits erwähnten Geldknappheit reichte es leider nicht für das erwünschte volle Album, aber die RUFF REVOLUTION 3-Track EP war nur der erste Schritt zur fertigen Debut-LP.

Auf ihr wurden „For the Emperor“, „Emocution“ und „Worst Case Killer“ endlich in professioneller Studioqualität für die Nachwelt festgehalten und sie konnte sowohl von uns direkt als auch über Bandcamp käuflich erworben werden. Dieser Silberling ist allerdings schwer limitiert, da wir die Platte bei Release des Albums aus dem Verkauf genommen haben.
Einige wenige haben somit ein wahres Sammlerstück erworben, was für nur 3€ ein echtes Schnäppchen war.

Nur eine Woche später, am 29.01.2014 ging mit freundlicher Unterstützung von bo2media auch gleich noch unsere komplett eigene Website www.devilsdinerclub.de online, über die wir, unabhängig von Plattformen wie Facebook oder dem mittlerweile obsoleten MySpace, alles interessante rund um die Band veröffentlichen und so unsere Fans auf dem Laufenden halten.
Zudem hat man hier eine zentrale Anlaufstelle zu all unseren anderen Webpräsenzen, von Youtube über Facebook bis hin zu unserem Spreadshirt Merchandise-Shop. Auch dieser Blog hier ist darauf zu finden und wurde über die Jahre sogar zu einer Seite „zusammengelinkt“.
In all den Jahren hat die Band natürlich auch viele Freunde gefunden, die wir hier natürlich auch verewigt und vernetzt haben ;).

Im Zuge des Launches unserer neuen Web-Präsenz schlug sich Frank diverse Nächte um die Ohren, um auch alle anderen Präsenzen auf einen neuen Stand und damit ins 21. Jahrhundert zu bringen.
Als ob das noch nicht genug wäre wurden auch noch alle heute wichtigen Portale mit einer Devils Diner Page versehen (Bandcamp, Soundcloud, Vimeo, etc.) und über den Service rebeat.com auch alle gängigen digitalen Musikshops (Amazon, iTunes, usw.) mit unserer Musik beliefert.

Um die EP passend zu bewerben spielten wir möglichst viele Gigs. Die Highlights waren in diesem Jahr der Auftritt als Vorbands von „Dead like Swansea“ in Schrobenhausen und für „Grober Knüppel“ im Buddha in Ingolstadt. Das Album „Angepisster Deutscher Albtraum“ können wir euch übrigens nur wärmstens empfehlen :D.

Derweil sparten wir natürlich schon auf die nächste Aufnahmesession. Doch bei all den guten Nachrichten ließ leider auch eine schlechte Wendung nicht auf sich warten:
Am 23.08.2014 spielte Walter seinen letzten Auftritt mit uns, da er den Bass niederlegte, um sich in Zukunft mehr auf sein Studium und seine Karriere konzentrieren zu können. Somit standen wir mal wieder ohne Basser da.
Nichtsdestotrotz war der Auftritt ein absoluter Hammer und ein würdiger Abschied der Band vom altehrwürdigen Ohrakel. Dieses wurde im Folgejahr abgerissen und durch eine zu teure, von der Stadt kontrollierte Halle, die 9, ersetzt, was ein weiterer Nagel im Sarg der ingolstädter Undergroundmusik war.

Schon am nächsten Tag war Krisensitzung, um zu besprechen, wie mit der Bass-Situation umzugehen war. Es wurden viele Optionen diskutiert, darunter sogar, ob Steve nicht vielleicht neben seinen Stimmbändern auch die Basssaiten zum schwingen bringen soll, was mit einem Veto des Sängers himself allerdings schnell wieder vom Tisch war. Die große Suche begann also wieder von neuem.

Frank erinnerte sich noch an seinen alten Bekannten Andi, für den er vor einigen Jahren mal ein Demo aufgenommen hatte und streckte seine Fühler in diese Richtung aus. Da Andi in der Zwischenzeit allerdings hauptsächlich als Gitarrist fungierte war er sich zunächst unsicher. Der Gedanke, bei einer professionellen Studioaufnahme dabei sein zu können köderte ihn allerdings dermaßen, dass er sich bereit erklärte, uns zumindest im Studio auszuhelfen.

Bereits Mitte September begannen wir mit den Vorbereitungen zur nächsten Aufnahme in den Flatliner Studios. Andi hatte dabei nur 4 kurze Wochen Zeit genauso viele Songs zu lernen, da sein Aufnahmetermin bereits für Mitte Oktober gebucht war. Trotz dieser doch beachtlichen Hürde schaffte er es, nicht nur die Songs zu lernen, sondern die Basslinien auch noch ordentlich aufzupolieren. Respekt!

Zeitgleich gingen auch die übrigen Vorbereitungen in die finale Phase. So wurde die Evil D Skizze der Ruff Revolution EP auf einen Metal-lastigeren Look geändert und mit einem kleinen Spruchband sowohl als neues Bandlogo als auch als Coverart der diesmal „Devils Diner Club“ betitelten EP erkoren. Zu einem vollständigen Album reichte es aber leider auch diesmal nicht, mehr als 4 Songs konnten in der kurzen Vorbereitungszeit nicht realisiert werden und ein Verschieben der bereits gebuchten Studiotermine wäre eine kostentechnische Misere geworden, deshalb galt es, zumindest 4 Songs für ein Hallelujah einzuhämmern.

Während der Vorbereitungen merkten Band und Basser schnell, dass die Chemie doch besser passte als ursprünglich angenommen und Ray nervte Andi dann auch endgültig in das „Okay, ich mach bei euch auch nach den Aufnahmen mit!“ ;). Damit waren wir endlich wieder komplett. Dabei haben Frank und Andi einen kleinen Deal ausgearbeitet, denn die Instrumentenverteilung ist nicht 100%: Frank spielt bei Andis Kompositionen Bass und andersrum.

Auch diesmal kam die Weihnachtszeit der endgültigen Politur der EP dazwischen, nachdem die Aufnahmen selbst ein voller Erfolg waren und ohne Zwischenfälle routiniert von uns beendet wurden.
Im Hinblick auf den letzten Brocken des anstehenden Albums entschieden wir uns, einen von Andi’s Songs mit auf die Platte zu nehmen und nutzten daher die Zeit bis zum fertigen Mix, um Faceless Authority einzustudieren. Dieser Song ist eine Ausnahme, da Frank damals als Bassist noch nicht viel taugte (was sich seither geändert hat!) und daher trotz des erwähnten Deals Gitarre spielt.

Als schöner Jahresabschluss kamen dann im November noch das diesmal wesentlich düsterere Fotoshooting für das Album, welches allerdings erst Anfang 2015 fertig wurde, und im Dezember ein gemütlicher Whisky Abend daher, um unsere Vorfreude auf 2015 und unser Erstlingswerk richtig zu schüren.

The Band 2014 von links nach rechts: Walter (Bass), Ray (Schlagzeug), Steve (Gesang), Frank (Gitarre)
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Ruff Revolution EP Cover
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The New Mr. Bass: Andi Macht (Oktober 2014)
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Whisky & More Abend 2014
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DEVILS DINER 2013

Bandmitglieder: Frank (Gitarre), Ray (Schlagzeug), Steve (Gesang), Walter (Bass)

Bandraumalbum des Jahres: Saltatio Mortis – Das schwarze Einmaleins

Entstandene Songs: Spider Bite

Das Jahr 2013 stand voll und ganz im Zeichen der Aufnahmen. Wir hatten uns über ein Jahr lang auf den Studio-Besuch vorbereitet, das (viele) Geld zusammengespart und gingen so voller Elan ins Studio.

Im Januar starteten endlich die Aufnahmen, die erst im März abgeschlossen wurden. Grund für diese lange Dauer war unser aller Berufsleben: Wir konnten immer nur am Wochenende aufnehmen, da unter der Woche einfach keine Zeit übrig blieb.
Aufgenommen wurden in dieser Zeit 10 Songs, da wir uns ein komplettes Album vorgenommen hatten. Nachdem die Aufnahmen an sich beendet waren stand erst mal „Abwarten und Bier trinken“ an, bis die ersten Mixe bei uns eintrudelten.

Bis es soweit war, vertrieb sich die Band, genauer: Frank, die Zeit (neben dem oben genannten Bier trinken) mit der Suche nach einem geeigneten Presswerk, was auch schnell gefunden wurde. Ähnlich schnell stand der Name der Platte fest: „Ruff Revolution“ sollte die Scheibe heißen.
Sehr viel mehr Zeit verschlangen Design, Coverartwork und Booklet.

Für das Cover einigten wir uns nach mehreren hitzigen Diskussionen (und vielen lustigen Strichmännchen-Skizzen) auf den von der freischaffenden Künstlerin Cola neu designten und fantastisch ausgearbeiteten Evil D.
Für das restliche Artwork schickten wir unsere Wünsche und Vorstellungen, mit Franks üblicher Akribie zusammengefasst, an mehrere mögliche Grafiker, bei denen am Ende bo2Media, ein Bekannter von Steve, das Rennen machte. So bekamen wir für unser seeehr schmales Budget nicht nur ein tolles Coverart, sondern auch gleich das komplette Booklet und später auch unsere Website. Kleine Anmerkung am Rande: Die Anforderung, die Frank an die Grafiker geschickt hat, war so genau, dass alle Anwärter mehr oder weniger das gleiche Bild geliefert haben. Nur in Farbe, Schriftarten und Bildstimmung waren noch Unterschiede. Da sag mal einer, dass wir nicht wüssten, was wir wollen 😉

Für die Bilder im Booklet (also die von uns) konnten wir den Ingolstädter Photograph Chris verpflichten, der für wenig Geld hervorragende Bilder machte. Was bei dem Motiv (uns) und der Location (dem Proberaum) schon eine echte Herausforderung war.

Wie durch ein Wunder hatten wir 2013 sogar noch Zeit und Energie, die von Frank so betitelte „Escape the Studio“-Tour zu spielen, was ein augenzwinkernd übertriebener Name für die paar Konzerte ist, die tatsächlich auf dem Plan standen. Dennoch konnte man durch die Auftritte aus dem Studioalltag ausbrechen und hatte einige wirklich granatenstarke Abende.

Als dann endlich die ersten Mixe durch den Proberaum hallten war die Ernüchterung groß. Auch mehrfache Nacharbeit der Mischabteilung brachte keine Besserung, was in der Band zu hitzigen Diskussionen (sprich: Streit) über das weitere Vorgehen und die eigenen Qualitäten führte.

Waren wir technisch zu schlecht? Hatten wir etwas falsch gemacht? Wozu die ganze Vorbereitung, wenn das Ergebnis so enttäuschte?
Um Devils Diner vor der drohenden Auflösung zu bewahren, fällte Frank (und ein klein Bisschen auch Steve) die schwere Entscheidung, bei voller Fahrt den Anker zu werfen: Der Aufnahmevertrag wurde (unter nicht zu unterschätzenden finanziellen Aufwendungen) gekündigt und das bis dahin entstandene Material zum Demo degradiert.

Hier wäre das Album erneut fast für unabsehbare Zeit in der Versenkung verschwunden, waren doch Motivation und Kontostand im Keller angekommen.

Die Stimmung war tatsächlich so schlecht, dass die Auflösung von Devils Diner offen diskutiert wurde, wussten wir doch, dass wir in einer klassik- und jazzdominierten Stadt ohne nennenswerter Auftritts- und Probemöglichkeiten wie Ingolstadt mit unserer Hardrock/Metal-Mischung von Anfang an auf der Verliererseite standen. Auch wenn die Band „nur“ ein Hobby von uns ist, stecken schon sehr viel Herzblut und auch Geld in die Sache und das Musikbusiness ist ein extrem hartes Brot. Eher ein Stein oder Metallblock, um es treffender zu formulieren.

Aber inspiriert von unserem eigenen Song „Worst Case Killer“ kratzten wir unsere letzten Ersparnisse zusammen und schmiedeten einen Rettungsplan: Frank erstellte einen „Rettungsschirm“ aus seinem Privatvermögen, um einen weiteren Versuch einer guten Aufnahmen beim renommierten Ingolstädter Flatliner Studio zu unternehmen.

Hier konnten wir für November noch einen „Slot“ zur Aufnahme ergattern. Da die Geldreserven fast weg waren und Frank das Geld auch nicht aus den Ohren wächst, entschieden wir uns, für die verbliebene Knete eine 3-Track EP aufzunehmen.

Trotz allen Ärgers rissen wir uns alle nochmal ordentlich zusammen und hämmerten die drei Songs in wenigen Tagen in bis dato unbekannt guter Qualität auf Band (oder PC, wie auch immer man das dann nennt 😉 ). Die Songs klangen im ersten Entwurf schon um Welten besser, als alles, was wir bis dahin von uns selbst zu hören bekommen hatten und waren bis Dezember tatsächlich nicht mehr von großen, professionellen Produktionen zu unterscheiden (vielen Dank nochmal hierfür an den Meister hinter den Reglern: Tom!)

Die Veröffentlichung der EP in limitierter 500-Stück Auflage wurde wegen der, wie üblich, plötzlich und überraschend auftretenden Weihnachtszeit auf das Frühjahr 2014 verschoben. Doch das Wichtigste für uns war, dass wir 2013 zwar pleite, aber glücklich mit einem Happy End abschließen konnten.

Aus dem Fotoalbum 2013: Devils Diner Live Musikszene Ingolstadt Ohrakel

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